Von einer ruhigen Wohngegend zu Bangkoks angesagtestem Café-Viertel
Der Stadtteil Ari ist eines der attraktivsten Viertel in Bangkok Für Reisende, die eine Mischung aus lokalem Flair und moderner Café-Kultur suchen, ist Ari ideal. Das Viertel liegt an der Phahonyothin Road, nur 5 km nördlich von Siam im Stadtzentrum und ist bequem mit der BTS-Linie Sukhumvit zu erreichen. Von der BTS-Station Siam bis zur BTS-Station Ari sind es nur etwa vier Stationen, die Fahrt dauert ungefähr 10 bis 15 Minuten. Damit eignet sich Ari perfekt für einen Halbtagesausflug oder als unkomplizierter Ort zum Übernachten, wenn Sie es etwas ruhiger als im Stadtzentrum mögen, aber dennoch in der Nähe der wichtigsten Einkaufs- und Sehenswürdigkeiten Bangkoks sein möchten.

Jahrzehntelang war Ari Bangkoks stilles Geheimnis
Jahrzehntelang galt Ari als Bangkoks bestgehütetes Geheimnis. Versteckt nördlich von Siam an der Phahonyothin Road, war dieses grüne Viertel rund um die BTS-Station Ari eher für seine ruhigen Wohnhäuser, Regierungsgebäude und verschlafenen Seitenstraßen bekannt als für ein pulsierendes Nachtleben oder eine lebendige Café-Kultur. Es war ein Viertel, in dem die Menschen lebten, weil es praktisch und ruhig war, nicht weil sie dort einen Tagesausflug planten.

Die ruhigen Wohnjahre
Bevor Ari in Lifestyle-Guides auftauchte, war es im Wesentlichen ein Wohnviertel. Große Bäume, niedrige Häuser und ein gemächlicher Lebensrhythmus prägten das Viertel. Das meiste Leben konzentrierte sich auf die Soi Ari und einige wenige Seitenstraßen wie Ari Samphan. Mehrere Regierungsgebäude und staatliche Einrichtungen lagen etwas weiter im Viertel und verstärkten so Aris Image als praktisches und unaufdringliches Viertel, nicht als trendiges. Man konnte jahrelang daran vorbeifahren, ohne es als Reiseziel wahrzunehmen. Es war einfach ein angenehmer Ort zum Verweilen.

Was Ari immer schon auszeichnete
Selbst in seiner ruhigen Zeit hatte Ari ein solides Fundament. Dank seiner Lage und der guten Anbindung an die BTS war es von Siam oder Chatuchak aus schnell zu erreichen und gleichzeitig weit genug vom Trubel der Innenstadt entfernt, um eine Oase der Ruhe zu bieten. Die Seitenstraßen waren bereits grün, fußgängerfreundlich und von älteren Häusern gesäumt, die sich ideal für die Umnutzung anstatt für einen Neubau eigneten. Vor allem aber war Essen ein fester Bestandteil von Ari. Die Imbissstände und kleinen Lokale rund um den Bahnhof sorgten schon lange vor dem Aufkommen der Kaffeekultur für ein beständiges, tägliches Treiben.

Die Ari-Renaissance
Aris Wandel vollzog sich in den 2010er-Jahren allmählich, als sich junge Bangkoker, Kreative und Café-Besucher vom Stadtzentrum aus in die Stadt ausbreiteten. Lifestyle-Medien begannen, Ari als eines der angesagtesten Viertel Bangkoks zu bezeichnen – nicht etwa, weil es neu gebaut, sondern weil es wiederentdeckt wurde. Die ersten Cafés und kleinen Restaurants zogen in renovierte Häuser und Ladenhäuser, wodurch alles in einem menschlichen Maßstab und freundlich zur Nachbarschaft blieb. Diese Umnutzung von Räumen wurde zu Aris Markenzeichen. Das Viertel blieb fußgängerfreundlich und entspannt und entwickelte gleichzeitig still und leise eine neue Identität.

Die Kaffee- und Restaurant-Explosion
Nachdem die ersten Cafés bewiesen hatten, dass Ari ein attraktives Ziel sein konnte, erlebte das Viertel einen regelrechten Boom. Die Café-Kultur wurde zum Anziehungspunkt der Gegend, mit allem von minimalistischen Espressobars bis hin zu schattigen Brunch-Lokalen im Garten. Neue Restaurants folgten bald darauf und schufen eine Szene, in der man vom Morgenkaffee zum Mittagessen schlendern, in einer ruhigen Gasse ein Dessert genießen und schließlich in einem gemütlichen Restaurant zu Abend essen kann, ohne das Viertel zu verlassen. Die belebtesten Cafés entstanden rund um die Soi Ari und die umliegenden Gassen und machten das Viertel zu einem der schönsten Orte Bangkoks für entspanntes Café-Hopping und kulinarische Entdeckungen.

Alt und Neu leben Seite an Seite
Was Ari so besonders macht, sind nicht nur die neuen Lokale, sondern auch, wie sie sich harmonisch in das alte Viertel einfügen. Streetfood in der Nähe der BTS-Station gehört nach wie vor zum Alltag und wirkt authentisch und ungezwungen. Gleichzeitig ist man nie weit von einer Spezialitätenrösterei, einer kleinen Bäckerei oder einem modernen, durchdachten Thai-Restaurant entfernt. Beliebte, seit Jahren bestehende Lokale teilen sich die Gehwege mit neueren Cafés und von Spitzenköchen geführten Restaurants. Ari hat den Charakter des Viertels nicht verändert, sondern ihn lediglich bereichert.

Ari jetzt
Ari wirkt heute wie ein Viertel, das erwachsen geworden ist, ohne sich zu verbiegen. Es ist nach wie vor grün, entspannt und lädt zum Bummeln ein, aber gleichzeitig zählt es zu den lohnendsten Vierteln Bangkoks für alle, die gerne zu Fuß unterwegs sind, gut essen und in Ruhe einen Kaffee genießen. Es ist ein Ort, an dem sich eine ruhige Wohnvergangenheit und eine lebendige, kreative Gegenwart perfekt ergänzen.










